Saturday, 6. march 2010 6 06 /03 /März /2010 07:36

"Mamaaa, können wir unsere Messer haben? Wir wollen schnitzen!!!"

Juhu, es ist Frühling, dachte ich mir, als meine beiden kleinen Jungs vorgestern kamen, und mir diese Frage stellten. Also die Opinels raus, ein bisschen Öl drauf (waren lang in der Schublade gelegen), ein paar Vorsichtsmaßregeln in die Runde gebellt, und los ging's mit der Schnitzparty. Am Ende hatten sich auf meiner Terasse sechs Jungs aus der Nachbarschaft getroffen, alle hatten ihre Augen noch und es musste nur EIN Pflaster vergeben werden.

Gute Bilanz.

Die Frage, die noch nicht beantwortet ist, lautet: Wer fegt jetzt eigentlich den ganzen Mist auf? Da heute wieder Schnee drauf liegt, verschieben wir die Fragestellung um ein paar Tage ...
 


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von Barb - veröffentlicht in: Kinder
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Sunday, 31. january 2010 7 31 /01 /Jan. /2010 10:32

 

Pressemitteilung

Auftakt zum Adam Elsheimer Jahr


Stadecken-Elsheim: Ein überaus gelungener Auftakt zum Adam Elsheimer Jahr war der Themenabend Die Flucht nach Ägypten in der Rheinhessenstube. Rainer Hundertmark und Karl-Heinz Mörixbauer hatten als Mitglieder der Adam Elsheimer Initiative den nüchternen Raum mit Kunstbildern und Staffelei entsprechend einladend hergerichtet und Annette Bolz hatte durch Blumenschmuck die passende Atmosphäre geschaffen. So konnte der Elsheimer Kenner Hans Klopp die Kunsthistorikerin Frau Dr. Simone Husemann in einem stattlichen Kreis von Kunstinteressierten, darunter Ortsbürgermeister Herrmann Müller mit seiner Gattin, begrüßen. Frau Husemann zeigte anhand von zahlreichen Detailansichten des berühmten Gemäldes die Besonderheiten des Elsheimer Werkes auf. Dieses gilt als erstes der Kunstgeschichte, das den nächtlichen Himmel in einer naturnahen Darstellung zeigt. Das biblische Thema wird für die damalige Zeit neuartig vor einer einzigartigen Himmelskulisse mit weit über 1500 Sternen und erstmals einer in über 1200 Einzelsterne aufgelösten Milchstraße gezeigt – nie so wiederholt.. Bemerkenswert ist auch, dass der Mond nicht einfach als helle Scheibe, sondern mit einer gebirgsartigen Struktur dargestellt wird. Was für uns heute selbstverständlich ist, war zu Beginn des 17. Jahrhunderts noch kein Allgemeinwissen: Oft wurde damals der Himmelskörper bloß als heller, runder Fleck wiedergegeben. Im Mittelpunkt stehen Maria, mit dem Kind auf einem Esel reitend, und Josef. Maria wird oft als sternengekrönte Himmelskönigin dargestellt, hat sie doch Jesus den Herren des Universums zur Welt gebracht. Die Betrachtung und Deutung des Sternenhimmels spielt in der Geschichte schon immer eine große Rolle, wie aus der ältesten bekannten, um 1600 vor Christus entstandenen Himmelsscheibe von Nebra hervorgeht. Der Mond gilt vielfach als Symbol der Ecclesia (= der Kirche). Die Flucht ist in eine bezaubernd schöne Landschaft verlegt mit üppigem Baum- und Pflanzenwuchs. Die detailgenaue, scharfe Darstellung wurde ermöglicht durch die besondere Maltechnik auf kleine versilberte Kupferplatten. Zahlreichen Malern, u.a. Rubens und Rembrandt, diente das Werk Elsheimers als Vorbild, oftmals wurde das Bild wegen seiner genialen Komposition auch einfach kopiert. Das nur 31 x 41 cm große Original befindet sich heute in der Alten Pinakothek der Bayerischen Staatsgemäldesammlung in München.

Herr Klopp dankte Frau Dr. Husemann für die hervorragenden Ausführungen. Weit über eine halbe Stunde wurde danach von ihr erstaunlich weitgefächerte Fragen des Publikums zu ihrem Thema beantwortet und dies wurde anschließend noch lange sehr angeregt bei einem Glas Rheinhessenwein, gestiftet von den Elsheimer Weingütern Bernhart, Hamm und Schäfer, unter den Besuchern fortgesetzt. Fazit: Ein erfolgreicher Auftakt für Adam Elsheimer im Adam-Elsheimer Jahr 2010.



(Anm. BK: Diese Mitteilung, herausgegeben von der Adam-Elsheimer-Initiative, nicht von mir persönlich, wird hoffentlich demnächst in so manchem örtlichen Blatt zu lesen sein. Text und Bilder: Adam-Elsheimer-Initiative.)

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Adam Elsheimer: Die Flucht nach Ägypten 1509



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Zahlreiche Besucher hatten sich zum Vortrag von Kunsthistorikerin Frau Dr. Simone Husemann (links) aus Wiesbaden in der Rheinhessenstube eingefunden.

 

 

von Barb - veröffentlicht in: Adam Elsheimer Initiative
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Wednesday, 27. january 2010 3 27 /01 /Jan. /2010 00:01
Eine Rose
ist eine Rose
ist eine Rose.

(Gertrude Stein)

DANKE!!

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von Barb - veröffentlicht in: Leben
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Monday, 25. january 2010 1 25 /01 /Jan. /2010 22:36

 

Die Flucht nach Ägypten


Stadecken-Elsheim: Zum Themenabend Die Flucht nach Ägypten lädt die Adam-Elsheimer-Initiative am Freitag, 29. Januar 2010 um 20 Uhr in die Rheinhessenstube in der Selztalhalle, Auf der Langweid ein. Die Kunsthistorikerin Frau Dr. Simone Hüsemann, Wiesbaden wird dieses bedeutende Gemälde des Barockmalers umfassend vorstellen. Es dürfte sich wohl um das schönste und wertvollste Kunstwerk Elsheimers handeln.  Da das Bild auch die Milchstraße mit über 1000 Sternen detailliert zeigt, werden ebenfalls astronomische Forschungsergebnisse angesprochen. Bei der anschließenden Gesprächsrunde, aufgelockert durch ein Gläschen Rheinhessenwein,  können weitere Fragen zum Bild und zum Künstler angesprochen werden.  

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Die Flucht nach Ägypten ist das bedeutendste Werk des Barockmalers Adam Elsheimer


 

von Barb - veröffentlicht in: Adam Elsheimer Initiative
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Sunday, 24. january 2010 7 24 /01 /Jan. /2010 21:56
Ein wunderschöner, sonniger Sonntag im September, mein Bauch hatte einen Umfang von 104 cm -- da wird mitten am Tag, um 13.53 Uhr Simon geboren. Die Hebamme muss mir ordentlich helfen, denn ein so schweres Kind als Erstgebärende hätte ich lieber im Hocken oder Stehen mit Hilfe der Schwerkraft auf die Welt bringen sollen, nicht im Liegen mit aufgeschnallten Füßen. 1991 war das alles noch nicht so, wie jetzt. Jedenfalls nicht, wenn man nichts dazu gesagt hat.

Simon ist groß und Bilirubin-gelb und muss für ein paar Tage unter die UV-Lampe, bekommt dafür eine große Brille auf die Äuglein, so dass er aussieht, wie eine Fliege. Als er im Brutkasten eingeschlafen ist und ich in die Stadt gehe für ein paar kurze Stunden, schimpfen mich die Schwestern hinterher, ich wäre viel zu lang fort gewesen und er hätte Hunger gehabt. Ich schäme mich ganz schön.

Aus der hungrigen Sonntagsfliege wird ein schlauer Junge, dem alles Lernen unglaublich leicht fällt. Mit drei Jahren kann er schon lesen. Auf einem Mutter-Kind-Urlaub glaubt eine Mit-Urlauberin uns nicht und gibt ihm eine Pullmoll-Dose zum Vorlesen. Er liest ihr brav die Inhaltsstoffe vor ... Sie ist erstaunt -- ich wusste es ja schon! In der Schule ist er flott, überspringt aber kein Schuljahr, weil er mit knapp sechs Jahren eingeschult und somit zu jung ist. Gute Entscheidung. Im Gymnasium dann überspringt er zusammen mit anderen seines Jahrgangs das 9. Schuljahr, indem sie vier Schuljahre in drei Jahren abhandeln. Eine stressige Zeit, die er im Rückblick nicht missen will. Mit 17einhalb macht er Abitur, hat bis dahin mehrmals den Wohnort gewechselt, ist konfirmiert worden, hat zwei Tanzkurse absolviert, eine Band gegründet, lange Haare und zwei kleine Brüder bekommen und sowohl seinen leiblichen als auch seinen Stief-Vater gehabt und wieder ... verloren?! 

Nun geht's morgen zur theoretischen Führerscheinprüfung, die praktische ist auch nicht mehr weit, kochen will er von mir lernen (wichtige Frage: Werden die Nudeln beim längeren Kochen weicher?) und eine Wohnung will er sich suchen. Zusammen mit dem besten Kumpel und Mit-Gitarristen.

Also packe ich Sachen. Und Oma packt Sachen. Und der Kumpel kriegt zu Weihnachten Töpfe und Pfannen. Und die alte Spüle im Keller ist vielleicht noch zu was nütze. Und dann ist sein Zimmer leer ...

War nicht grade September? 

barb-and-simon.jpg
Simon und ich 1993
 
von Barb - veröffentlicht in: Kinder
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